last update:
14.04.2019
Vortragsprogramm 2019
14.04.2019

Vortragsraum:
ab 11:30 Uhr - Geister in der Optik
ab 13:30 Uhr - Reiseziel Sternenhimmel
ab 15:00 Uhr - Unser magnetisches Sonnensystem

Seminarraum:
ab 14:00 Uhr - Kindervortrag

Musikraum:
ab 12:30 Uhr - Stefan Erbe
ab 16:30 Uhr - Stefan Erbe


Geister in der Optik
Harrie Rutten

Kaum einer glaubt an Geister, außer Optiker. In jeder Optik verbergen sich Geisterbilder. Wenn der optische Design und die Beschichtungen gut sind werden sie erst nach langer Belichtungszeit sichtbar. Aber leider ist das oft nicht der Fall. Bei dem Design einer astronomischen Optik ist es außerordentlich wichtig, dass der Optical Designer bei seiner Arbeit dieses nicht vernachlässigt, denn die Helligkeitsunterschiede zwischen schwachen und hellen Sterne die abgelichtet werden sollen, ist bei Deep Sky Aufnahmen im millionenfachen Bereich. In diesem Vortrag erklärt Harrie Rutten die Ursache und Ausprägungen der Geisterbilder die in unserer Optik entstehen und wann sie abgelichtet werden können. Sie werden Sie staunen, wie oft das der Fall ist.


Reiseziel Sternenhimmel
Die dunkelsten Beobachtungsplätze in Deutschland und Europa
Bernd Proeschold

Die zunehmende Lichtverschmutzung zwingt immer mehr Sternfreunde, kleinere und größere Reisen zu unternehmen, um einen wirklich dunklen Sternenhimmel zu erleben. In Deutschland sind in den vergangenen Jahren gleich mehrere Sternenparks entstanden, die sich den Schutz des Nachthimmels zum Ziel gesetzt haben. Wo der Himmel am dunkelsten ist, lässt sich mit Messgeräten vom Boden ermitteln und mit Satelliten aus dem All.

Bei der Suche nach einem geeigneten Beobachtungsstandort spielen neben der Lichtverschmutzung aber noch andere Faktoren eine Rolle: die klimatischen Verhältnisse, die Sichtbarkeit astronomischer Objekte, atmosphärische Phänomene und landschaftliche Besonderheiten. Der Zeitraffer-Fotograf Bernd Pröschold hat über 25 Regionen in Deutschland und Europa bereist. In seinem Vortrag erläutert er, was bei der Standortsuche zu beachten ist und wo einige der schönsten Beobachtungsplätze zu finden sind.


Unser magnetisches Sonnensystem
Ulrich v. Kusserow

Anfangs waren es Kopernikus, Kepler und Newton, die im Rahmen ihres heliozentrischen Weltbildes die Bewegung der Planeten um die Sonne beschrieben und analysierten. Um die Himmelsmechanik und die Entwicklungsvorgänge in unserem Sonnensystem zu begreifen, reichte nach Newtons Vorstellungen allein die Anwendung der Gravitationsgesetze dafür aus. Danach erkannten Gilbert, Alfvén und Parker aber auch Entscheidendes über die besondere Rolle der Magnetkraft in der Sonne und der sie umgebenden, mit elektrisch leitfähiger Materie gefüllten Heliosphäre. In diesem Vortrag wird der aktuelle Erkenntnisstand über den vielfältigen Einfluss kosmischer Magnetfelder in unserem Sonnensystem anschaulich erläutert. Es geht um Historisches, die Beantwortung von Fragen zur Entstehung dieses Systems, über die Erzeugung solarer und planetarer Magnetfelder, zur magnetischen Einflussnahme in der Sonnenkorona, im Sonnenwind sowie in planetaren Magneto- und Ionosphären. Es werden die modernen Methoden der Erkenntnisgewinnung vorgestellt und dargelegt, inwieweit die im „Sonnensystem-Labor“ gewonnenen Einsichten auch die unzugänglicheren Vorgänge im extrem entfernten Universum erklären helfen.


Clear Skies!
Ihr ATT-Team der Walter-Hohmann-Sternwarte








  

© 18.12.2016 Walter-Hohmann-Sternwarte - www.att-essen.de